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Ausstellungen, besondere Märkte, coole Jobs, Presse, neue Kunst.....

Seminar - Tape Art goes Textil, angewandte textile Techniken mit Kassettenband

In dem im Sommersemester 2019 der Osnabrücker Künstlerin Katrin Lazaruk durchgeführten Seminar "Tape Art goes Textil" an der Uni Osnabrück lag der Fokus auf der textilen Verarbeitung von Kassetten- und Videobändern. Das heißt, die Studierenden strickten, häkelten, nähten, webten und strickten mit den Datenträgern. Am Anfang erstellten die Studierenden Arbeitsproben, um so die Verarbeitung des Recyclingstoffes besser analysieren zu können.

Die Hauptaufgabe im Seminar bestand dann darin, eine Maske herzustellen. Als Grundkonstrukt diente ein Nylonstrumpf, auf dem das Kassettenband verarbeitet wurde. Die individuelle Maske sollte die besonderen Eigenschaften des/der Einzelnen nach außen  tragen und zudem mindestens der textile Techniken beinhalten. Deshalb beschäftigten sich die Studierenden im ersten Schritt zunächst mit sich selbst, mit ihren Eigenschaften, Charakterzügen und ihrer Außenwahrnehmung, bevor sie im zweiten Schritt Skizzen erarbeiteten, in dem sie ihre besonderen inneren Merkmale künstlerisch darstellten und schließlich textil umsetzten. Für die Ausstellung wurden die fertigen Masken am Ende des Seminars fotografisch inszeniert.

 

Fotos der Masken Marie Monecke

 


Workshopleitung beim Goethe Institut in Nepal

Im Sommer - Juni 2019 war ich in Nepal, wo ich für das Goethe Institut einen Workshop "Recycling Art" gegeben habe. Das ganze fand in einem Jugendcamp nähe Kathmandu statt, mit insgesamt 120 Kids aus Nepal, Indien, Iran, Pakistan und Bangladesch. Das Camp wurde vom Goethe Institut Asien organisiert. Neben mir waren auch Workshopleiter*innen aus Deutschland, Sri Lanka und Indien mit insgesamt 6 Workshop Angeboten. In meinem Workshop habe ich mit den Kids aus Müll Kunst gemacht und dabei sind wirklich tolle Recyclingcollagen entstanden. Es war eine sehr spannende und lehrreiche Zeit, das Miteinander, die unterschiedlichen Kulturen und die tollen Teilnehmer*innen haben es einfach unvergesslich gemacht.


Interview im neuen Insider Osnabrück / 2019


Einzelausstellung " Keine Angst vor der weissen Fläche" im Arteliercafe Osnabrück 2019


Wandgestaltung mit Maskingtape im Foyer der Volksbank Bielefeld 2018


Einzelausstellung " Eine Stimme im Chor" in der Galerie Letsah Osnabrück 2018

Fotos David Ebener


Mixedmedia Tapeart Ausstellung im Wallenhorster Rathaus zum Thema: von Zeit zu Zeit zu zweit 2018

Die Ausstellung trägt den Titel „Von Zeit zu Zeit zu zweit“. „Es gibt viele denkbare Möglichkeiten dessen, was sich hinter diesem Sinnbild verbergen mag“, erklärte Dr. Melanie Kubandt in ihrer Einführung. „Die einen unter Ihnen denken vielleicht automatisch an Paarbeziehungen und/oder an leidenschaftliche Kurzzeitverhältnisse, wie sie in Zeiten von Tinder und weiteren Datingapps leichter denn je zugänglich, wenn nicht gar wie eine konsumfähige Ware verfügbar sind“, so die Juniorprofessorin für Gender und Bildung der Universität Vechta.
„Gleichzeitig ließe sich das Thema auch als Sinnbild für serielle Monogamie in Zeiten von Polyamorie und dem Aufbrechen von heteronormativen Beziehungsvorstellungen verstehen.“ Das Versprechen „Von Zeit zu Zeit zu zweit“ berge einerseits die Möglichkeit für intime Begegnungen, andererseits verweise die Betonung der Temporalität ebenso auf die Brüchigkeit und Unbeständigkeit von menschlichen Beziehungsgeflechten jeglicher Art. Das Thema der Ausstellung vereine demnach Möglichkeiten und Begrenzungen des Miteinanders zugleich.

Musikalisch begleitete der Osnabrücker Chor „Yellow“ die Vernissage mit Gospel- und Popsongs wie „Joyful, joyful“ aus Sister Act, „Ein Kompliment“ von den Sportfreunden Stiller oder „Wenn es morgen schon zu Ende wär“ von Roger Cicero. Chorleiter Christian Mews, der die 20 Sängerinnen am E-Piano und als „Beatboxer“ begleitete, erläuterte, Kunst in jeglicher Form solle Stimmung und Atmosphäre transportieren. „Wir versuchen damit gute Laune zu erzeugen.“

Die Ausstellung ist bis zum 18. Mai während der Öffnungszeiten der Gemeinde Wallenhorst zu sehen: montags, mittwochs und freitags von 8 bis 16 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 8 bis 17.30 Uhr.

Text: Hasepost Osnabrück


Interview mit Jimdo über das Label madeinosnabrueck

 

madeinosnabrueck: Was Jimi Hendrix mit Recycling und Tapeart zu tun hat

“Lass das Licht bitte noch an” – diesen Satz musste meine Mama immer von mir ertragen, als sie mich damals ins Bett brachte. Kurz vorher hatte sie noch meine Lieblings-Kassetten eingelegt: das kleine Gespenst, Räuber Hotzenplotz oder TKKG. Knapp 20 Jahre später, inzwischen arbeite ich bei Jimdo, schlenderte ich auf dem Hello Handmade Markt in Hamburg umher, auf der Suche nach einer coolen Story, netten Gesprächen und verrückten Ideen.

Falls ihr auch mit Hörspielen aufgewachsen seid, könnt ihr es bestimmt nachvollziehen: Als “Kassetten-Kind” sind mir die Bilder von “madeinosnabrueck” direkt ins Auge gestochen. Jimdo-Nutzerin Katrin Lazaruk gestaltet Bilder aus Kassettenband und verkauft diese anschließend auf Märkten und ihrem Online-Shop “www.madeinosnabrueck.de”.  

Seit meinem Besuch auf dem Markt ging mir Katrins “Tapeart” nicht mehr aus dem Kopf. Nicht nur, weil ich mich selbst damit identifizieren kann, sondern weil es etwas Besonderes sind.

Genau deswegen habe ich Katrin mal angerufen und mit ihr gesprochen: darüber, was ihre Inspiration ist und wie es sich als selbstständige Künstlerin so lebt. Viel Spaß beim Lesen!


Katrin Lazaruk von madeinosnabrueck

Das erste Bild? „Furchtbar“

Gleich bei meiner ersten Frage muss Katrin ein wenig lachen. Ob sie sich noch an ihr erstes Motiv erinnert? “Ja, das weiß ich tatsächlich noch – Jimi Hendrix und es sah furchtbar aus.” Dass ihr erstes Bild wirklich furchtbar aussah, will ich ihr nicht ganz glauben, auch wenn aller Anfang bekanntlich schwer ist. “Ein wenig bereue ich den Verkauf meines ersten Bildes, hätte ich es doch gerne noch als Erinnerung aufbewahrt”, erzählt mir Katrin.

Dass Jimi Hendrix ihr erstes Motiv war, war kein Zufall: Die Inspiration ihrer Kassettenbilder nahm Katrin zuerst nur aus der Musik. Allerdings hat sie sich, wie sie sagt, etwas eingeengt gefühlt und daher weitere Motive in ihr Repertoire aufgenommen. 

Ihr Lieblingsmotiv? “Ein Lieblings-Motiv habe ich so nicht aber zu meinen Favoriten zählen definitiv alle Werke, die ich im Mixed-Media-Stil entwerfe! Dabei habe ich am meisten Spaß und sie sind wirkliche Unikate, da jedes Bild etwas unterschiedlich aussieht!” Mixed Media nennt man generell die Technik, bei Kunstwerken verschiedene Materialien zu kombinieren. Katrin vereint in ihren Mixed-Media-Werken Acryl und Aquarell-Malerei mit ihrer modernen Kassetten-Kunst. 

mia mixed media von madeinosnabrueck

 

 

 

 

“Ich habe mich früh entschieden, meiner Leidenschaft und meinem Herz nachzugehen, anders wäre ich nicht glücklich geworden”

 

 

 

Tape-Art, Kassetten-Kunst, Mixed Media – Was?

Für ihre Werke verwendet Katrin Kassettenband von alten Hörspielen oder alten Bands, welches sie auf einer Glasscheibe anbringt und anschließend zurecht schneidet. “Recyclingkunst” – so beschreibt die Künstlerin ihre Kunstwerke. Das nötige Material, die Tapes, bekommt sie teilweise zugesendet. Für die große Musikliebhaberin, gibt es allerdings auch Kassetten, die sie nicht verarbeitet: Beatles-Kassetten. “Einmal habe ich 15 Kassetten der Beatles zugeschickt bekommen, allerdings kann ich diese nicht zerschneiden. Die höre ich viel lieber!”

 

Von Jimi Hendrix in die Selbstständigkeit

Als sich die kreative Osnabrückerin entschied, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, war sie gerade erst 21 Jahre alt und mit ihrer Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing fertig. “Ich habe mich früh entschieden, meiner Leidenschaft und meinem Herz nachzugehen, anders wäre ich nicht glücklich geworden”, erklärt mir Katrin überlegt und ehrlich. Weiter erzählt sie, dass sie von “nur” Geld verdienen, nicht zufrieden gewesen wäre. 

Zwischendrin hatte die sympathische Künstlerin ihren eigenen Laden und verkaufte unter anderem auch Bilder von befreundeten Künstlern, doch im März 2017 kam dann endlich das eigene Atelier in Osnabrück. Schaut man sich ein paar Bilder ihres Ateliers und ihres Wohnzimmers an (mehr dazu hier: https://www.madeinosnabrueck.de/presse-news), merkt man recht schnell, dass sie neben ihrem Hang zu besonderer Kunst auch eine Vorliebe für außergewöhnliche Möbelstücke hat. So steht in ihrem Wohnzimmer zum Beispiel eine alte Badewanne die  dann zu einem Sofa umgewandelt wurde. “Und die ist sogar gemütlich! Glaubt man fast kaum, aber ist sie wirklich!”, bestätigt mir Katrin mit einem Lachen. 

Mit Blick auf die zusammengewürfelten Möbel könnte man meinen, dass Katrin dem chaotischen Künstler-Klischee entspricht. Das verneint sie aber deutlich. Dennoch habe ich sie nach einem Foto ihres Arbeitsplatzes gebeten – und der ist tatsächlich ziemlich ordentlich:

 

“Für Unordnung habe ich gar keine Zeit, da ich sehr strukturiert arbeite. Ich bin also kein Chaot und lebe nicht das typische Künstler-Life”, sagt Katrin lachend.

 

“Mich inspirieren Leute, die ihr Ding durchziehen”

Persönlich stelle ich mir aber immer noch die Frage, wie Katrin den Spagat zwischen regelmäßigen Marktbesuchen, dem Betreiben ihres Online-Shops und der Herstellung ihrer Bilder schafft. “Ich liebe das Reisen, darum liebe ich es auch in fremde Städte zu fahren, um dort auf Märkten meine Kunst anzubieten. Aber es ist auch wirklich anstrengend. Meistens helfen mir Freunde und vor allem meine Jahrespraktikantin. Gerade zur Weihnachtszeit ist Unterstützung wichtig”, berichtet sie mir. 

Gibt es dabei ein Vorbild oder eine inspirierende Person für das künstlerische Leben und das viele Unterwegssein? Das kann mir Katrin nicht eindeutig beantworten: “Es inspirieren mich eher Leute die ich kennenlerne, die ihr eigenes Ding durchziehen und einfach sie selbst sind. Interessante Gespräche und vor allem der Austausch mit diesen Leuten ist mir wichtig und treibt mich am meisten an.” 

Bei ihrem Shop hat sie sich auch inspirieren lassen – von Jimdos Fernsehwerbung, sagt sie. Was genau sie meint? Für Katrin war es wichtig, dass sie alles selbst machen kann und die Website nach ihren Wünschen erstellen kann. “Ich wollte gerne selbst entscheiden und meine Website persönlich gestalten. Klar, musste ich mich etwas mit Jimdo auseinandersetzen und mich ‘reinfuchsen’, aber im Endeffekt hat alles so geklappt wie ich es wollte!”


Wir sind gespannt wo Katrins Reise noch hinführen wird! Denn ob Motive von Musikern, geliebten Filmreihen, Künstlern oder dem bekannten Videospiel-Klempner mit der roten Mütze: Katrin bietet für jeden die passende Kunst. Unsere Empfehlung: Schaut direkt auf ihrer Website “madeinosnabrueck.de” vorbei und sagt uns, was ihr von Katrins Werken haltet! Wir sind gespannt.


Artconnection Aachen 2017

Ende April 2017 war ich Teil einer Gemeinschaftsausstellung in Aachen - Artconnection.

Dafür habe ich mich verstärkt mit dem Thema Gender auseinander gesetzt und neun Mixedmedia tapeart Bilder angefertigt.

Die Aufmerksamkeit soll dem Menschen an sich gelten, ohne vermeintlich erkennbares Geschlecht, sexuelle Orientierung und/oder augenscheinlich eindeutige Merkmale der Zweitgeschlechtlichkeit.

 


madeinosnabrueck Atelier Eröffnung

ATELIER ERÖFFNET IM MÄRZ„Made in Osnabrück“ zurück in der Stadt


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Osnabrück. Nun steht es fest: Nach rund drei Jahren ist Designerin Katrin Lazaruk wieder mit „Made in Osnabrück“ in der Stadt vertreten. Aber nicht in der Redlingerstraße, und nicht – wie einst – mit einem Laden.

Am 4. März eröffnet die 29-Jährige ihr Atelier in der Bramscher Straße 66, das sie bereits im November bezogen hat. Die Designerin hatte sich Anfang 2014 mit ihrem Geschäft aus der Redlingerstraße zurückgezogen und ihre Produkte seither online und auf Messen in ganz Deutschland und darüber hinaus verkauft.

Neuer Ort – neues Konzept

Neu ist aber nicht nur der Ort, sondern auch ihr Konzept. In ihrem damaligen Geschäft in der Redlingerstraße verkaufte die 29-Jährige ihre Designerprodukte. Ihr neues Atelier soll vielmehr Arbeits- und Veranstaltungsort statt Verkaufsraum sein. Lazaruk plant in ihren neuen Räumen Vernissagen, Theaterstücke, (Wohnzimmer-)Konzerte, Workshops und Lesungen. 30 bis 40 Gäste, so ihre Schätzung im Gespräch mit unserer Redaktion, würden in ihrem Atelier Platz finden.

Ihre erste Veranstaltung ist für Mai geplant: ein Linoldruck-Workshop mit der Düsseldorfer Künstlerin Mo Freiknecht und ihrem Label „knallbraun“.

Pop-up-Store

Anderen Künstlern und Designern aus ganz Deutschland will sie mit dem Konzept des Pop-up-Stores die Möglichkeit geben, ihre Werke zu präsentieren. Am Tag der Eröffnung zeigen Künstler aus Berlin, Düsseldorf, Aachen und Nottuln Illustrationen, Grafiken, Mode, Porzellan, Accessoires und Interior Design. Danach sollen immer mal wieder andere Künstler ihre Werke im Pop-up-Store zeigen können.

„Tapeart“ made in Osnabrück

Lazaruk machte sich insbesondere mit ihrer Tapeart (Kassetten-Kunst) einen Namen. Aus dem Bandsalat alter Audiokassetten stellt die Designerin seit nun acht Jahren Bilder auf Glas, Holz oder Kunststoff her, die sie bereits im Kika, WDR- und NDR-Fernsehen vorstellte. Vor etwa einem Jahr ergänzte sie ihr Portfolio um Tapeart Mixedmedia – einer Symbiose aus Tapeart-Bildern und klassischer Acrylmalerei.

„Das mache ich gerade sehr gerne“, sagt Lazaruk. Ab dem 21. April stellt sie eine Auswahl dieser Bilder mit anderen Künstlern in einer Aachener Galerie aus.

Lazaruks Atelier hat zwar keine festen Öffnungszeiten, „aber ich bin eigentlich immer da“, sagt sie. Interessierte können also vorbeischauen und direkt vor Ort ihre Produkte kaufen.

Weiterlesen: Darth Vader vom Band – Osnabrückerin fertigt Kassetten-Porträts

Die Eröffnung des Ateliers ist am 4. März 2017, 12 bis 19 Uhr. Musiker, Künstler etc., die gerne mit Lazaruk kooperieren möchten, können sich an sie wenden. Kontaktdaten sind auf ihrer Internetseite www.madeinosnabrueck.de zu finden.

 


DIY Sendung für den KinderKanal

Weihnachten 2016 gestaltete und moderierte ich eine DIY Upcycling Sendung mit Ben für KiKa (Kinderkanal).

Es war eine große Herzensangelegenheit und ein mega Spaß! Ich hoffe ich konnte die Kids vorm Fernseher inspirieren und auf neue Ideen

bringen.


Wer wird 2017 wichtig?

Da staunte ich aber nicht schlecht, als ich Ende 2016 die Osnabrücker Zeitung aufschlug. 



„Made in Osnabrück“ eröffnet wieder in der Hasestadt

Katrin Lazaruk vor ihrem neuen Atelier in der Bramscher Straße/Ecke Friedhofstraße. Hier war zuvor ein Lotto-Laden beheimatet. Foto: Made in OsnabrückKatrin Lazaruk vor ihrem neuen Atelier in der Bramscher Straße/Ecke Friedhofstraße. Hier war zuvor ein Lotto-Laden beheimatet. Foto: Made in Osnabrück
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Osnabrück. Katrin Lazaruk ist mit ihrem Recycling-Label „Made in Osnabrück“ zurück in der Stadt. Im November bezieht sie ihr neues Atelier in der Bramscher Straße 66/Ecke Friedhofstraße. Unserer Redaktion verriet sie exklusiv, wie ihr neues Konzept aussieht und wann sie offiziell eröffnet.

„Es stimmt, es ist kein Facebook-Aprilscherz. Ich bin zurück und halte schon die Schlüssel zu meinem neuen Atelier in der Hand“, bestätigt Katrin Lazarukim Gespräch mit unserer Redaktion. In den nächsten Wochen gehe es erst einmal ans Streichen und Dekorieren der Räumlichkeiten.

Eröffnung im Januar

„Ab November ziehe ich mich dann zwei Monate still zurück, um im Atelier fürs Weihnachtsgeschäft zu arbeiten“, erzählt Lazaruk. Schließlich verkaufe sie in der Weihnachtszeit deutschlandweit auf Designmärkten und in ihrem Online-Shop . Ab Januar wird dann das Atelier in der Bramscher Straße offiziell eröffnet.

„Mein neues Konzept wird aber anders, als die Kunden es gewohnt sind“, sagt sie. Das Atelier sei vorrangig ihr Arbeitsplatz, wo sie weiterhin einzigartig Kunstvolles aus ausrangierten Kassetten, Videobändern, Tapeten, Skateboards und vielem mehr gestalten wird. „Die Leute können dann vorbeikommen, sich meine Sachen anschauen und bei mir bestellen und kaufen“, erläutert sie.

Pop-Up-Stores verschiedenster Designer

Doch das Atelier werde auch ein Ort zahlreicher kultureller Veranstaltungen sein. So möchte Katrin Lazaruk regelmäßig Ausstellungen, Konzerte und Workshops initiieren. „Ich möchte andere Designer für ein Wochenende, einmal im Monat, zu mir ins Atelier einladen und sogenannte Pop-Up-Stores einrichten“, sagt Lazaruk.

„Made in Osnabrück“ hatte sich im Februar 2014 aus der Redlingerstraße zurückgezogen, nachdem der Laden seit Ende 2008 dort zu Hause war. Das Label bestand nur als Online-Shop weiter und einzelne Produkte konnten beim Laden „Rosenrot“ gekauft werden.


Ein Zeitungsartikel in der NeuenOsnabrückerZeitung

KATRIN LAZARUK VON MADEINOSNABRUECKDarth Vader vom Band – Osnabrückerin fertigt Kassetten-Porträts

Osnabrück. Die Kassette hat in deutschen Haushalten ausgedient. Doch eine Osnabrücker Künstlerin verhilft dem nostalgischen Tonträger zu einem hippen Revival. Mit ihrem Label „madeinosnabrueck“ fertigt Katrin Lazaruk Porträts aus Kassettenbändern.

Lange Flure, große Räume, viele Bilder. Die meisten Kinder langweilen sich im Museum. Katrin Lazaruk nicht. In ihrer Kindheit musste der Spielplatz nicht das Ziel aller Ausflüge sein. Viel lieber verbrachte sie ihre Zeit in Ausstellungen, bestaunte die Werke von Künstlern und griff zu Hause selbst zu Stift, Farben, Papier oder Pappe und Schere. Heute gleicht ihr Arbeitsplatz einer Ausstellung. Einen Unterschied zu den alten Meistern im Museum gibt es allerdings. Katrin Lazaruk fertig ihre Porträts weder mit dem Pinsel noch mit Ölfarbe. Kassettenband und ein Cuttermesser sind ihre Werkzeuge.

Auf den Regalen in ihrem Wohnatelier reihen sich verschiedenste Kassettenbilder aneinander. Im untersten steht ein Porträt des Regisseurs Woody Allen, direkt über ihm rekelt sich eine nackte Frau. Gegenüber warten Darth Vader und Elvis in Folie verpackt auf ihren Versand. – Katrin Lazaruk von madeinosnabrueck: Darth Vader vom Band – Osnabrückerin fertigt Kassetten-Porträts | 

Tape Art verhilft Kassette zu Revival

Tape Art nennt sich die Kunst, die auch aus Klebebändern gefertigt wird. Bunte Streifen lassen auf Außenfassaden, Leinwänden oder Holz abstrakte und farbenfrohe Bilder entstehen. Vor acht Jahren kam Lazaruk die Idee, mit ihrer Kunst der Kassette zu einem Revival zu verhelfen. Kleben, zeichnen, schneiden, abziehen und polieren: Lange probierte sich die gebürtige Weißrussin, die seit mehr als 18 Jahren in Osnabrück lebt, mit Klebstoffen und Schneidetechniken aus, ehe sie mit ihren Werken wirklich zufrieden war. „Meine ersten Bilder sahen alles andere als gut aus“, sagt die 28-Jährige. „Heute arbeite ich viel detaillierter.“

Während sie anfangs vor allem Musiker darstellte, schafft sie heute aus dem Kassettenband auch Film- und Videospielfiguren, Kinder- und Alltagsmotive oder individuelle Porträts ihrer Kunden. Zu ihrem beliebtesten Bild gehört ein schaukelndes Kind. „Aber bärtige Männer laufen aktuell auch sehr gut, und ich weiß nicht warum“, sagt sie und lacht. Mit ihrem Label „madeinosnabrueck“ hat sie sich in den vergangenen Jahren auf Märkten und Messen in ganz Deutschland als selbstständige Künstlerin einen Namen gemacht.

Verzicht auf Sicherheit und Einfachheit

Dabei dachte Katrin Lazaruk zuvor nie darüber nach, sich selbstständig zu verwirklichen. In ihrer Jugend träumte sie davon, Abitur zu machen und Kunst zu studieren. Doch nach der Schule ging es für sie zum Modehaus Lengermann und Trieschmann. Dort absolvierte sie eine Ausbildung zur Schaufensterdekorateurin. Hier lernte sie in ihrem letzten Lehrjahr ihren Lebensgefährten Steve McGuire kennen, der für L+T die Markthalle gestaltete. Das freie Arbeiten des Osnabrücker Künstlers ließ in Lazaruk den Wunsch reifen, sich auszuprobieren. So verzichtete die damals 19-Jährige auf Sicherheit und Einfachheit durch eine Übernahme bei dem Modehaus und wagte sich in die Selbstständigkeit.

 

Bis zu vierzig Bilder am Tag

Bereut hat Katrin Lazaruk diesen Schritt nicht. Bis zum Jahr 2014 verkaufte sie ihre Tape Art und weitere Kunststücke gemeinsam mit McGuire in einem eigenen Laden in der Redlingerstraße, der genau wie ihr Label den Namen „Made in Osnabrück“ trug. Heute wird in dem Shop Kaffee verkauft, das Künstlerpaar arbeitet von zu Hause aus. Mit der Aufgabe des Ladens veränderte sich auch ihr Alltag. Inzwischen fokussiert sich Lazaruks Schaffen vollkommen auf die Kassettenkunst. In ihrem Atelier produziert sie an manchen Tagen wie am Fließband. „Wenn ich gut gelaunt bin, schaffe ich zwischen dreißig und vierzig Bilder am Tag“, sagt die Künstlerin. Meist arbeitet sie an verschiedenen Bildern parallel. Bis zu zehn Kunstwerke gestaltet sie parallel: Band befestigen, Motiv aufzeichnen, Form ausschneiden, Folie abziehen und polieren.

Arbeiten bis spät in die Nacht

Katrin Lazaruk liebt ihren Job. So sehr, dass sie an manchen Abenden bis tief in die Nacht über ihren Werken sitzt. Von der freien Zeiteinteilung ihrer Arbeit profitiert nicht nur die junge Frau, sondern auch Hund Charly. Bei gutem Wetter wird die Pause von Frauchen einfach verlängert, und der Mops-Spitz-Mischling freut sich über lange Spaziergänge. Die Zeit, die sie durch das Gassigehen verliert, hängt die Unternehmerin einfach an ihre Arbeitszeit dran.

Feste Einnahmen über Märkte

Auch das Wochenende findet für Lazaruk anders statt. Während sie unter der Woche an ihren Bildern arbeitet und Bestellungen verschickt, verbringt sie ihre Samstage und Sonntage auf Messen und Märkten. Denn ihr Stand in Hamburg, Köln oder Berlin sichert ihr feste Einnahmen. Hier gewinnt sie neue Kunden und kann für ihren Onlineshop werben. An die Rolle der Verkäuferin gewöhnt sich Katrin Lazaruk immer noch. Anfangs sei es für sie schwierig gewesen, mit ihrer Kunst nach außen zu treten. „Als Künstlerin gebe ich mit meinen Bildern Persönliches preis.“

Kassetten von Freunden und Kunden

Ein Schritt, der sich gelohnt hat. Heute erhält Lazaruk über ihren Onlineshop Bestellungen aus ganz Deutschland, mehr als tausend Kunstwerke verkauft sie pro Jahr. Für ein Bild verbraucht Lazaruk eine Kassette. Sorge, dass ihr die Bänder einmal ausgehen könnten, hat sie nicht. Wie von selbst füllt sich ihre Box regelmäßig mit alten Kassetten. Freunde und Kunden schicken ihr die Tonträger oder die Künstlerin holt sie bei den Spendern ab. Einen Stopmodus wie im Kassettenrekorder wird es somit nicht geben. Die Bänder von Katrin Lazaruk spielen zwar keine Musik mehr ab, dafür jedoch an der Wand der Menschen mit deren Fantasie.

 

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/736707/darth-vader-vom-band-osnabruckerin-fertigt-kassetten-portrats-1#gallery&58880&0&736707 

Ein Artikel von Sarah Engel

Sarah Engel, seit Januar 2013 bei der Neuen OZ, hat Politikwissenschaft, Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Bevor es Engel nach Osnabrück verschlug, schrieb und textete sie als freie Journalistin für deutsche und österreichische Medien. Seit Juli 2015 arbeitet sie im Team der Onlineredaktion. 


Im Auftrag von Smart bei Lollapalooza

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Auftrag für Smart bei Lollapalooza

Letzten Sommer hatte ich einen tollen Job auf dem Lollapalooza Festival Berlin im Auftrag von SMART.

Ich durfte das tolle LineUp des Festivals in Tape Art Bildern gestalten und auf dem Lollapalooza Festival ausstellen. Außerdem konnten die Besucher bei einem Gewinnspiel ein Selfie-Tapeart gewinnen, das direkt vor Ort von mir angefertigt wurde.

Das war ein super spannendes Wochenende mit der besten Livemusik.


Austellungen 2015


Ausstellung im 25hours designhotel in Frankfurt


Reeperbahn-Austellung 2014