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Ausstellungen, besondere Märkte, coole Jobs, Presse, neue Kunst.....

Artconnection Aachen

Ende April 2017 war ich Teil einer Gemeinschaftsausstellung in Aachen - Artconnection.

Dafür habe ich mich verstärkt mit dem Thema Gender auseinander gesetzt und neun Mixedmedia tapeart Bilder angefertigt.

Die Aufmerksamkeit soll dem Menschen an sich gelten, ohne vermeintlich erkennbares Geschlecht, sexuelle Orientierung und/oder augenscheinlich eindeutige Merkmale der Zweitgeschlechtlichkeit.

 


Ein Interview mit dem Gibson Club aus Frankfurt

Zum fünften Geburtstag kann man sich ruhig mal selber beschenken, dachten wir uns und haben uns zum diesjährigen Wiegenfest – passend zu Kassetten-Layout –  Tape Art Portraits von unseren Gibson-Allstars gegönnt. In liebevoller Handarbeit & komplett aus alten Kassetten hergestellt hat das ganze Katrin Lazaruk, die unter dem Namen „Made in Osnabrück“ Tape Art und Recycling-Kunst in ihrem Atelier anfertigt und diese online, aber auch auf vielen Kunstmärkten unter das Volk bringt.

Katrin, wie bist Du überhaupt auf die Idee gekommen?

„Diese Frage wird mir sehr häufig gestellt, leider muss ich sagen, dass ich dafür keine befriedigende Antwort habe…

Die Idee kam einfach… ich beschäftige mich einfach sehr viel mit dem Thema Recycling und Upcycling, versuche die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Der Ansatz ist auch oft nicht, was kann ich machen, sondern was kann ich aus dem machen, was ich schon habe.

Ich habe allerdings lange gebraucht, die Tapeart Bilder so hinzubekommen, wie ich sie in meinem Kopf vorgestellt habe. Die Technik und Umsetzung ist eigentlich das, woran viele scheitern. Ideen gibt es viele, man muss sie halt auch nur machen!!!“

Hast Du Dir das selbst beigebracht?

„Ja, ich habe mir die komplette Vorgehensweise und Technik selbst beigebracht. Über die Jahre perfektioniert und weiterentwickelt. Somit kombiniere ich jetzt seit einiger Zeit das Kassettenband mit Farbe( Acryl oder Aquarell) – Die Mixedmedia Tapeart Bilder.

Durch die Farbgebung habe ich mehr Möglichkeiten das Bild zu gestallten und bin nicht mehr nur noch auf schwarz weiß reduziert.“

Wie kam es dann dazu, dass Du dachtest: Das mach ich jetzt professionell und verkaufe das?

„Es war wie so oft ein schleichender Prozess.

Die Bilder haben von Anfang an große Aufmerksamkeit erzielt. Die Menschen finden es faszinierend, dass das komplette Bild aus Kassettenband entsteht, viele sehen das auch erst auf den zweiten Blick.

Die Nachfrage wurde immer größer, die Bekanntheit wuchs. Und plötzlich habe ich nur noch die Bilder gemacht. Ich habe immmer noch sehr viel Freude daran und freue mich sehr, dass es so eine Entwicklung gab.“

Woher bekommst Du eigentlich die ganzen alten Kassetten?

„Die Kassetten bekomme ich tatsächlich alle geschenkt. Ich erhalte oft Anrufe oder Mails mit den Anfragen, ob ich die alten Kassetten haben möchte.

Oft sind es ja Mixtapes, selbst zusammengestellte Playlists, da hängen noch viele Emotionen dran. Die Leute finden den Gedanken viel schöner, dass aus ihrem alten Tapes Kunst entsteht, als wenn sie diese einfach entsorgen.“

Was war bisher der coolste oder spannendste Auftrag, den Du gemacht hast?

„Ich habe 2015 das Lineup für Lollapalooza Berlin als Tapeart gestaltet, die Bilder wurden dann auf dem Festival ausgestellt. Außerdem habe ich live vor Ort getapet.

Das letzte Weihnachten habe ich außerdem für KiKa (Kinderkanal) eine DIY Upcycling Sendung mitgestaltet und moderiert. Das war wirklich eine Herzensangelegenheit und hat super viel Spaß gemacht. Kindern zu zeigen, was man aus alten Sachen machen kann. Ich hoffe, es hat die Kids inspiriert und zum Weiterdenken gebracht.“

Machst Du das inzwischen Hauptberuflich?

„Ja, ich mach das komplett hauptberuflich und lebe von meiner Kunst (mal besser mal weniger) ;)“

Bei Künstlern denkt man ja oft schnell an Städte wie Berlin, Du sitzt aber in Osnabrück und hast auch dort grade Dein Atelier aufgemacht. Hast Du eine besondere Verbindung zu der Stadt und könntest Du Dir vorstellen auch in einer anderen Stadt zu wohnen und dort ein Atelier aufzumachen?

Ja, richtig erst vor einem halben Jahr habe ich ein sehr schönes Objekt bezogen, welches ich als mein Atelier nutze. Ich habe super viel Platz und kann so viele Dinge da machen! Ich sehe das Atelier aber nicht nur als Arbeitsraum, sondern auch als eine Eventlocation , ich plane viele kleine kulturelle Veranstaltungen, die nicht nur was mit Kunst zu tun haben.

Ich mag Osnabrück, es ist keine große Stadt, aber sie gibt mir unheimlich viel zurück. Ich bekomme so viel Support, dafür bin ich wirklich dankbar!

Durch meinen Beruf komme ich aber auch sehr viel rum, ich bin viel und oft in vielen Städten.

Ich kann mir aber auch sehr gut vorstellen Osnabrück zu verlassen (irgendwie hört sich das traurig an) aber ich glaube ich muss auch mal woanders sein…

Erstmal bleibe ich aber hier…!“

Welche Aufträge machen Dir Persönlich am meisten Spaß?

„Die Aufträge, die mit einer Geschichte verbunden sind. Oft schreiben mir Kunden, wie das Foto entstanden ist, was passiert ist, für wen das Tapeart gemacht wird oder zu welchem besonderen Anlass.

Durch die Infos entwickele ich auch eine persönliche Bindung zum Bild .“

Katrin 2 marymoretti klein-min

Machst Du nur Auftragsarbeiten oder gestaltest Du auch eigene Ideen und Entwürfe?

„Nein, ich mache natürlich auch viel eigene Kunst.

Momentan bereite ich mich für eine Austellung in Aachen vor. Mein Thema ist:

„Nogender, nonbinary, androgyn“

Es ist politisch, ich möchte die Leute nicht nur durch meine Technik zum Staunen bringen, sondern sie auch zum Nachdenken und Dadrübernachdenken anstupsen.

Die Bilder werden alle als Mixedmedia Tapeart gestaltet.“

Was gefällt Dir an Deiner Arbeit am meisten und was nervt Dich manchmal auch?

„Am liebsten würde ich den ganzen Tag einfach nur Kunst machen… etwas essen , trinken und dann wieder Kunst machen… leider geht das natürlich nicht.

Ich muss organisieren, dirigieren, Mails beantworten, Steuer machen, an Sachen denken…, sie nicht vergessen…, weit im Voraus planen. Es gibt wirklich sehr viel Struktur in meinem Tag.

Ohne die Struktur würde ich das aber auch alles nicht schaffen und bestimmt nicht von meiner Kunst leben können.

Aber manchmal , dann mache ich doch nur worauf ich Lust habe, und male und tape den ganzen Tag und die halbe Nacht, und lass den blöden Papierkram liegen! Ich arbeite sowieso sehr viel, mein Tag besteht aus meistens 12 Stunden, aber weil ich meinen Job liebe und dafür brenne , fühlt sich das gar nicht wirklich an wie Arbeit.“

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Ihr seid mal wieder auf diversen Hochzeiten eingeladen und habt noch kein Geschenk, das nächste Weihnachten kommt bestimmt oder Ihr wollt einfach endlich mal die weiße Wand in Eurer Wohnung füllen? Dann seid Ihr bei Katrin genau an der richtigen Adresse. Und neben einer großen Auswahl an Motiven in ihrem Shop, könnt Ihr auch Tapeart von Euren eigenen Fotos von ihr anfertigen lassen. Mehr Infos findet Ihr auf www.madeinsosnabrueck.de oder auf ihrer Facebook-Seite.


madeinosnabrueck Atelier Eröffnung

ATELIER ERÖFFNET IM MÄRZ„Made in Osnabrück“ zurück in der Stadt


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Osnabrück. Nun steht es fest: Nach rund drei Jahren ist Designerin Katrin Lazaruk wieder mit „Made in Osnabrück“ in der Stadt vertreten. Aber nicht in der Redlingerstraße, und nicht – wie einst – mit einem Laden.

Am 4. März eröffnet die 29-Jährige ihr Atelier in der Bramscher Straße 66, das sie bereits im November bezogen hat. Die Designerin hatte sich Anfang 2014 mit ihrem Geschäft aus der Redlingerstraße zurückgezogen und ihre Produkte seither online und auf Messen in ganz Deutschland und darüber hinaus verkauft.

Neuer Ort – neues Konzept

Neu ist aber nicht nur der Ort, sondern auch ihr Konzept. In ihrem damaligen Geschäft in der Redlingerstraße verkaufte die 29-Jährige ihre Designerprodukte. Ihr neues Atelier soll vielmehr Arbeits- und Veranstaltungsort statt Verkaufsraum sein. Lazaruk plant in ihren neuen Räumen Vernissagen, Theaterstücke, (Wohnzimmer-)Konzerte, Workshops und Lesungen. 30 bis 40 Gäste, so ihre Schätzung im Gespräch mit unserer Redaktion, würden in ihrem Atelier Platz finden.

Ihre erste Veranstaltung ist für Mai geplant: ein Linoldruck-Workshop mit der Düsseldorfer Künstlerin Mo Freiknecht und ihrem Label „knallbraun“.

Pop-up-Store

Anderen Künstlern und Designern aus ganz Deutschland will sie mit dem Konzept des Pop-up-Stores die Möglichkeit geben, ihre Werke zu präsentieren. Am Tag der Eröffnung zeigen Künstler aus Berlin, Düsseldorf, Aachen und Nottuln Illustrationen, Grafiken, Mode, Porzellan, Accessoires und Interior Design. Danach sollen immer mal wieder andere Künstler ihre Werke im Pop-up-Store zeigen können.

„Tapeart“ made in Osnabrück

Lazaruk machte sich insbesondere mit ihrer Tapeart (Kassetten-Kunst) einen Namen. Aus dem Bandsalat alter Audiokassetten stellt die Designerin seit nun acht Jahren Bilder auf Glas, Holz oder Kunststoff her, die sie bereits im Kika, WDR- und NDR-Fernsehen vorstellte. Vor etwa einem Jahr ergänzte sie ihr Portfolio um Tapeart Mixedmedia – einer Symbiose aus Tapeart-Bildern und klassischer Acrylmalerei.

„Das mache ich gerade sehr gerne“, sagt Lazaruk. Ab dem 21. April stellt sie eine Auswahl dieser Bilder mit anderen Künstlern in einer Aachener Galerie aus.

Lazaruks Atelier hat zwar keine festen Öffnungszeiten, „aber ich bin eigentlich immer da“, sagt sie. Interessierte können also vorbeischauen und direkt vor Ort ihre Produkte kaufen.

Weiterlesen: Darth Vader vom Band – Osnabrückerin fertigt Kassetten-Porträts

Die Eröffnung des Ateliers ist am 4. März 2017, 12 bis 19 Uhr. Musiker, Künstler etc., die gerne mit Lazaruk kooperieren möchten, können sich an sie wenden. Kontaktdaten sind auf ihrer Internetseite www.madeinosnabrueck.de zu finden.

 


DIY Sendung für den KinderKanal

Weihnachten 2016 gestaltete und moderierte ich eine DIY Upcycling Sendung mit Ben für KiKa (Kinderkanal).

Es war eine große Herzensangelegenheit und ein mega Spaß! Ich hoffe ich konnte die Kids vorm Fernseher inspirieren und auf neue Ideen

bringen.


Wer wird 2017 wichtig?

Da staunte ich aber nicht schlecht, als ich Ende 2016 die Osnabrücker Zeitung aufschlug. 



„Made in Osnabrück“ eröffnet wieder in der Hasestadt

Katrin Lazaruk vor ihrem neuen Atelier in der Bramscher Straße/Ecke Friedhofstraße. Hier war zuvor ein Lotto-Laden beheimatet. Foto: Made in OsnabrückKatrin Lazaruk vor ihrem neuen Atelier in der Bramscher Straße/Ecke Friedhofstraße. Hier war zuvor ein Lotto-Laden beheimatet. Foto: Made in Osnabrück
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Osnabrück. Katrin Lazaruk ist mit ihrem Recycling-Label „Made in Osnabrück“ zurück in der Stadt. Im November bezieht sie ihr neues Atelier in der Bramscher Straße 66/Ecke Friedhofstraße. Unserer Redaktion verriet sie exklusiv, wie ihr neues Konzept aussieht und wann sie offiziell eröffnet.

„Es stimmt, es ist kein Facebook-Aprilscherz. Ich bin zurück und halte schon die Schlüssel zu meinem neuen Atelier in der Hand“, bestätigt Katrin Lazarukim Gespräch mit unserer Redaktion. In den nächsten Wochen gehe es erst einmal ans Streichen und Dekorieren der Räumlichkeiten.

Eröffnung im Januar

„Ab November ziehe ich mich dann zwei Monate still zurück, um im Atelier fürs Weihnachtsgeschäft zu arbeiten“, erzählt Lazaruk. Schließlich verkaufe sie in der Weihnachtszeit deutschlandweit auf Designmärkten und in ihrem Online-Shop . Ab Januar wird dann das Atelier in der Bramscher Straße offiziell eröffnet.

„Mein neues Konzept wird aber anders, als die Kunden es gewohnt sind“, sagt sie. Das Atelier sei vorrangig ihr Arbeitsplatz, wo sie weiterhin einzigartig Kunstvolles aus ausrangierten Kassetten, Videobändern, Tapeten, Skateboards und vielem mehr gestalten wird. „Die Leute können dann vorbeikommen, sich meine Sachen anschauen und bei mir bestellen und kaufen“, erläutert sie.

Pop-Up-Stores verschiedenster Designer

Doch das Atelier werde auch ein Ort zahlreicher kultureller Veranstaltungen sein. So möchte Katrin Lazaruk regelmäßig Ausstellungen, Konzerte und Workshops initiieren. „Ich möchte andere Designer für ein Wochenende, einmal im Monat, zu mir ins Atelier einladen und sogenannte Pop-Up-Stores einrichten“, sagt Lazaruk.

„Made in Osnabrück“ hatte sich im Februar 2014 aus der Redlingerstraße zurückgezogen, nachdem der Laden seit Ende 2008 dort zu Hause war. Das Label bestand nur als Online-Shop weiter und einzelne Produkte konnten beim Laden „Rosenrot“ gekauft werden.


Ein Zeitungsartikel in der NeuenOsnabrückerZeitung

KATRIN LAZARUK VON MADEINOSNABRUECKDarth Vader vom Band – Osnabrückerin fertigt Kassetten-Porträts

Osnabrück. Die Kassette hat in deutschen Haushalten ausgedient. Doch eine Osnabrücker Künstlerin verhilft dem nostalgischen Tonträger zu einem hippen Revival. Mit ihrem Label „madeinosnabrueck“ fertigt Katrin Lazaruk Porträts aus Kassettenbändern.

Lange Flure, große Räume, viele Bilder. Die meisten Kinder langweilen sich im Museum. Katrin Lazaruk nicht. In ihrer Kindheit musste der Spielplatz nicht das Ziel aller Ausflüge sein. Viel lieber verbrachte sie ihre Zeit in Ausstellungen, bestaunte die Werke von Künstlern und griff zu Hause selbst zu Stift, Farben, Papier oder Pappe und Schere. Heute gleicht ihr Arbeitsplatz einer Ausstellung. Einen Unterschied zu den alten Meistern im Museum gibt es allerdings. Katrin Lazaruk fertig ihre Porträts weder mit dem Pinsel noch mit Ölfarbe. Kassettenband und ein Cuttermesser sind ihre Werkzeuge.

Auf den Regalen in ihrem Wohnatelier reihen sich verschiedenste Kassettenbilder aneinander. Im untersten steht ein Porträt des Regisseurs Woody Allen, direkt über ihm rekelt sich eine nackte Frau. Gegenüber warten Darth Vader und Elvis in Folie verpackt auf ihren Versand. – Katrin Lazaruk von madeinosnabrueck: Darth Vader vom Band – Osnabrückerin fertigt Kassetten-Porträts | 

Tape Art verhilft Kassette zu Revival

Tape Art nennt sich die Kunst, die auch aus Klebebändern gefertigt wird. Bunte Streifen lassen auf Außenfassaden, Leinwänden oder Holz abstrakte und farbenfrohe Bilder entstehen. Vor acht Jahren kam Lazaruk die Idee, mit ihrer Kunst der Kassette zu einem Revival zu verhelfen. Kleben, zeichnen, schneiden, abziehen und polieren: Lange probierte sich die gebürtige Weißrussin, die seit mehr als 18 Jahren in Osnabrück lebt, mit Klebstoffen und Schneidetechniken aus, ehe sie mit ihren Werken wirklich zufrieden war. „Meine ersten Bilder sahen alles andere als gut aus“, sagt die 28-Jährige. „Heute arbeite ich viel detaillierter.“

Während sie anfangs vor allem Musiker darstellte, schafft sie heute aus dem Kassettenband auch Film- und Videospielfiguren, Kinder- und Alltagsmotive oder individuelle Porträts ihrer Kunden. Zu ihrem beliebtesten Bild gehört ein schaukelndes Kind. „Aber bärtige Männer laufen aktuell auch sehr gut, und ich weiß nicht warum“, sagt sie und lacht. Mit ihrem Label „madeinosnabrueck“ hat sie sich in den vergangenen Jahren auf Märkten und Messen in ganz Deutschland als selbstständige Künstlerin einen Namen gemacht.

Verzicht auf Sicherheit und Einfachheit

Dabei dachte Katrin Lazaruk zuvor nie darüber nach, sich selbstständig zu verwirklichen. In ihrer Jugend träumte sie davon, Abitur zu machen und Kunst zu studieren. Doch nach der Schule ging es für sie zum Modehaus Lengermann und Trieschmann. Dort absolvierte sie eine Ausbildung zur Schaufensterdekorateurin. Hier lernte sie in ihrem letzten Lehrjahr ihren Lebensgefährten Steve McGuire kennen, der für L+T die Markthalle gestaltete. Das freie Arbeiten des Osnabrücker Künstlers ließ in Lazaruk den Wunsch reifen, sich auszuprobieren. So verzichtete die damals 19-Jährige auf Sicherheit und Einfachheit durch eine Übernahme bei dem Modehaus und wagte sich in die Selbstständigkeit.

 

Bis zu vierzig Bilder am Tag

Bereut hat Katrin Lazaruk diesen Schritt nicht. Bis zum Jahr 2014 verkaufte sie ihre Tape Art und weitere Kunststücke gemeinsam mit McGuire in einem eigenen Laden in der Redlingerstraße, der genau wie ihr Label den Namen „Made in Osnabrück“ trug. Heute wird in dem Shop Kaffee verkauft, das Künstlerpaar arbeitet von zu Hause aus. Mit der Aufgabe des Ladens veränderte sich auch ihr Alltag. Inzwischen fokussiert sich Lazaruks Schaffen vollkommen auf die Kassettenkunst. In ihrem Atelier produziert sie an manchen Tagen wie am Fließband. „Wenn ich gut gelaunt bin, schaffe ich zwischen dreißig und vierzig Bilder am Tag“, sagt die Künstlerin. Meist arbeitet sie an verschiedenen Bildern parallel. Bis zu zehn Kunstwerke gestaltet sie parallel: Band befestigen, Motiv aufzeichnen, Form ausschneiden, Folie abziehen und polieren.

Arbeiten bis spät in die Nacht

Katrin Lazaruk liebt ihren Job. So sehr, dass sie an manchen Abenden bis tief in die Nacht über ihren Werken sitzt. Von der freien Zeiteinteilung ihrer Arbeit profitiert nicht nur die junge Frau, sondern auch Hund Charly. Bei gutem Wetter wird die Pause von Frauchen einfach verlängert, und der Mops-Spitz-Mischling freut sich über lange Spaziergänge. Die Zeit, die sie durch das Gassigehen verliert, hängt die Unternehmerin einfach an ihre Arbeitszeit dran.

Feste Einnahmen über Märkte

Auch das Wochenende findet für Lazaruk anders statt. Während sie unter der Woche an ihren Bildern arbeitet und Bestellungen verschickt, verbringt sie ihre Samstage und Sonntage auf Messen und Märkten. Denn ihr Stand in Hamburg, Köln oder Berlin sichert ihr feste Einnahmen. Hier gewinnt sie neue Kunden und kann für ihren Onlineshop werben. An die Rolle der Verkäuferin gewöhnt sich Katrin Lazaruk immer noch. Anfangs sei es für sie schwierig gewesen, mit ihrer Kunst nach außen zu treten. „Als Künstlerin gebe ich mit meinen Bildern Persönliches preis.“

Kassetten von Freunden und Kunden

Ein Schritt, der sich gelohnt hat. Heute erhält Lazaruk über ihren Onlineshop Bestellungen aus ganz Deutschland, mehr als tausend Kunstwerke verkauft sie pro Jahr. Für ein Bild verbraucht Lazaruk eine Kassette. Sorge, dass ihr die Bänder einmal ausgehen könnten, hat sie nicht. Wie von selbst füllt sich ihre Box regelmäßig mit alten Kassetten. Freunde und Kunden schicken ihr die Tonträger oder die Künstlerin holt sie bei den Spendern ab. Einen Stopmodus wie im Kassettenrekorder wird es somit nicht geben. Die Bänder von Katrin Lazaruk spielen zwar keine Musik mehr ab, dafür jedoch an der Wand der Menschen mit deren Fantasie.

 

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/736707/darth-vader-vom-band-osnabruckerin-fertigt-kassetten-portrats-1#gallery&58880&0&736707 

Ein Artikel von Sarah Engel

Sarah Engel, seit Januar 2013 bei der Neuen OZ, hat Politikwissenschaft, Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Bevor es Engel nach Osnabrück verschlug, schrieb und textete sie als freie Journalistin für deutsche und österreichische Medien. Seit Juli 2015 arbeitet sie im Team der Onlineredaktion. 


Ich bei ARTvergnuegen

Katrin Lazaruk Tapeartkünstlerin bei Artvergnuegen
Fotocredit ARTvergnuegen Denise van Deesen

Seit ca. Mitte Juni bin ich mit meinen grossen Mixedmedia Tapeart Bildern auch bei ARTvergnuegen vertreten. ARTvergnuegen ist eine Onlinegalerie für junge zeitgenössische Kunst, auf der Künstler und ihre Werke präsentiert werden und natürlich auch ihre Kunst gekauft werden können.

Um die Kunst dem Kunstkäufer etwas näher zubringen wird jeder Künstler interviewt oder auch im Imagefilm vorgestellt. 

Auch ich habe einpaar Fragen zu mir und zur meiner Kunst beantwortet. 

Hier auch der Link:

http://www.artvergnuegen.com/artist/show/97

Fotos von Artvergnuegen Denise van Deesen

 

INTERVIEW

Wie bist du zur Künstlerin geworden?

Ich habe eine Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing gemacht. Während der Ausbildung lernte ich meinen jetzigen Freund kennen, der bereits als freischaffender Künstler arbeitete. Nach meinem Abschluss machte ich mich selbständig und arbeitete gemeinsam mit meinem Freund als Auftragskünstler. Wir machten viele gemeinsame Projekte, bemalten Schwimmbäder, gestalteten Diskotheken und machten riesige Außenmalereien. Ende 2009 eröffneten wir einen eigenen Laden, wo wir unsere Kunst verkauften. Das war eigentlich der Beginn meiner Tape-Art-Bilder.

Wie hast du deinen Stil entwickelt?

Anfangs habe ich nur das Kassettenband für die Bilder benutzt. Sie waren sehr schlicht und erinnerten an Stencils, nur dass die Bilder nicht gesprüht waren, sondern aus Kassettentape gemacht. Die „einfachen“ Tape-Art-Bilder wirken sehr schlicht und sind auf das Wichtigste reduziert. Viele sind nur in Schwarzweiß gehalten.

Mittlerweile haben deine Tape-Art-Bilder einen farbigen Hintergrund. Wie kam es dazu?

Mir wurde es ehrlich gesagt irgendwann zu einfach, nur stencil-artige Bilder zu machen. Mit der Zeit wollte ich die Bilder farbiger gestalten, sie erweitern und noch aufwendiger gestalten. Ich wollte mehr Einzelheiten hervorheben. Leider habe ich keine Möglichkeit der Farbgebung durch das Kassettenband, somit griff ich als Erweiterung zur Acrylfarbe. Nun gestalte ich den Hintergrund der Bilder wie ein eigenes Bild. Ich male eigentlich das, was aus Tape gelegt worden ist, noch mal in Acryl nach. Zusammengefügt werden die zwei Elemente eins und es entsteht fast schon ein 3D-Effekt.

Wie kann ich mir deinen Arbeitsprozess vorstellen?

Das Kassettenband wird zuerst, Streifen für Streifen, auf eine glatte Oberfläche geklebt. Je nach Bild kann es Glas, Holz, Metall oder Kunststoff sein. Es wird so lange geklebt, bis ein kompletter schwarzer Block aus Kassettenband entsteht. Dann zeichne ich mein Motiv direkt auf dem Kassettenband vor. Mit einem Skalpell schneide ich jede vorgezeichnete Linie aus, und das, was nicht mehr gebraucht wird, wird wieder abgezogen, bis das komplette Motiv sichtbar ist. Je nach Art des Bildes wird nun der Hintergrund gestaltet oder ein unifarbiger Hintergrund dahintergelegt. Zusammen ergeben die zwei Teile ein ganzes komplettes Bild.

Hörst du dir die Tapes vorher noch mal an, bevor du sie zerschneidest?

Ich habe eine sehr große Kassettensammlung, die ich von vielen Kunden und Freunden geschenkt bekommen habe. Es sind oft selbst aufgenommene Mixtapes mit teilweise lustigen selbst erfundenen Namen zu bestimmten Anlässen oder allen möglichen Gefühlslagen. Ich habe Kassetten mit Volksmusik oder mit Namen wie: „Musik und Stimmung zur Grill-Party“, „Blau blüht der Enzian“, „Schaffe, schaffe, Häusle baue“, „Grüße aus dem Schwabenland“. Das alles entspricht nicht meinem Musikgeschmack und wird somit sofort verarbeitet und meine Ohren werden geschont. Aber manchmal habe ich auch Glück und es taucht zum Beispiel eine Beatles-Kassette in der Kiste auf, zur der wird dann auch schon mal im Studio getanzt.

Wie kommst du zu deinen Motiven?

Natürlich passt das Thema Musik wunderbar zur meiner Kunst, so habe ich natürlich auch schon viele Musiker als Tape Art verewigt. Aber ich lasse mich nicht nur von der Musik inspirieren, sondern von allen Dingen, die mich umgeben. Von den Menschen auf der Straße, von ihren Styles, von tätowierten Männern, von Fashion-Magazinen, von tanzenden Frauen auf Festivals, von Schwarzweiß-Fotografien, von Kunst auf der Straße, von Städtereisen und von der klassischen Malerei und alten Meistern. Ich kann alles in Tape umwandeln.

Wie gehst du mit Kritik um? Brauchst oder suchst du den Austausch mit anderen?

Ich habe sehr viel Austausch mit befreundeten Künstlern und befreundeten kleinen Labels. Wir unterhalten uns sehr oft über die Dinge, die wir tun, und geben uns untereinander Ratschläge und Anregungen. Dieser Austausch ist mir auch sehr wichtig. Natürlich bekomme ich auch Kritik zu hören. Ich muss meistens erst mal in Ruhe alleine drüber nachdenken, um sie dann vielleicht doch zu befolgen. Man muss halt die richtige Waage finden, was nehme ich an und was bleibt trotzdem so, wie ich das möchte. Manche Fehler muss man auch selber gemacht haben. Wichtig ist, dass man zum Schluss dahintersteht.

Was tust du, wenn du keine Kunst machst?

Ich mache sehr viel Kunst, von morgens bis abends. Das Tolle an meinem Beruf ist, dass es auch meine Leidenschaft ist. Wenn ich selber keine Kunst mache, dann gehe ich gerne andere Kunst gucken, besuche gerne andere Städte, ich liebe Paris. Außerdem habe ich einen kleinen Hund namens Charlie. Charlie ist ein Spitzmops. Wenn er nicht da wäre, würde ich an manchen Tagen gar nicht das Studio verlassen, durch ihn bekomme ich meine Bewegung und frische Luft. Wenn ich am Wochenende Zeit habe, gehe ich auch noch sehr gerne Lindy Hop tanzen, außerdem liebe ich gutes Essen und leckeren Wein.

Wo siehst du dich in 5 Jahren?

Schwierig, ehrlich gesagt denke ich nicht so weit. Ich hoffe, ich mache immer noch Kunst und bin happy.

 

Text und Fotos von ARTvergnuegen


Im Auftrag von Smart bei Lollapalooza

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Auftrag für Smart bei Lollapalooza

Letzten Sommer hatte ich einen tollen Job auf dem Lollapalooza Festival Berlin im Auftrag von SMART.

Ich durfte das tolle LineUp des Festivals in Tape Art Bildern gestalten und auf dem Lollapalooza Festival ausstellen. Außerdem konnten die Besucher bei einem Gewinnspiel ein Selfie-Tapeart gewinnen, das direkt vor Ort von mir angefertigt wurde.

Das war ein super spannendes Wochenende mit der besten Livemusik.


Austellungen 2015


Ausstellung im 25hours designhotel in Frankfurt


Reeperbahn-Austellung 2014